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  1. #1
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    Predigten, Gebete, Lieder und Gedichte für den Rollenspielalltag

    Ich finde es schade, dass frühere Kreationen untergegangen sind. Vielleicht hat ja der ein oder andere noch Material irgendwo gespeichert.
    Dann bitte immer her damit. Hier ein paar meiner geistigen Ergüße, manche gut, andere auch.

    Predigten



    Gebete, Lieder und Gedichte

    Last edited by Pargan; 19.10.2014 at 15:16.

    Ingame-Moderator

  2. #2
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    Ein Novizenlied

    Was der Sumpf uns gibt, gab uns der Schläfer, d'rum ist er uns heilig.
    Was der Sumpf uns gibt, gab uns der Schläfer, d'rum hüten wir ihn freilich.
    Hast du dein Tagewerk getan, im Schweiße deines Angesicht'?
    Hast du deine Brüder geschützt, mit deinem Leben?
    Dann sei auch du ein Teil des Sumpfes, auf dass der Schläfer eines Tages zu dir spricht.
    So sollen deine Brüder ihr Leben für das deine geben.
    Der Schläfer erhelle unseren Weg
    und führe unsere Tritte sicher auf dem Steg.
    Wenn ich mich eines Tages zu Boden leg, mag es der Sumpf sein,
    denn ich bin ein Teil von ihm und will es auch immer bleiben.

  3. #3
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    Der Weg in den Sumpf

    Bruder, hast du die Sichel gewetzt?
    Schwester, deine Klinge ist stumpf!
    Von den Fliegen gehetzt,
    durch den heiligen Sumpf.
    Es geht wieder zum Kraut,
    es geht wieder auf's Feld.
    Treu wie der Bräutigam der Braut,
    wie der Söldner dem Geld.

  4. #4
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    Die Gesichte von Zim und Kaldir I

    Baal Valens steht ungeduldig wartend auf dem Tempelvorplatz. Als er sich schließlich umwenden will, um zurück zur Novizenschule zu gehen, kommt Baal Boa seligen Schrittes angelaufen. Er hat ein breites Grinsen auf dem Gesicht und scheint sichlich vergnügt. Er grüßt Valens mit einem schwachen Nicken und überreicht ihm einige Schriftrollen. "Bruder, es war mir ein wahres Vergnügen mich durch diese alten Geschichte zu wühlen. Du hast wirklich gute Arbeit geleistet. Hie und da vielleicht ein wenig ausschweifend, aber so gewinnt das ganze an Leben." Auf die Worte des Gurus hebt Valens eine Braue aber sagt schließlich besänftigt: "Vielen Dank, Meister. Ich denke, dieser Teil der Bruderschaft sollte gewürdigt werden." Boa, der ebenfalls dieser Auffassung ist, nickt knapp und sagt: "Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen diese Geschichte heute in meiner Predigt wiederzugeben." Damit häte Valens nun wirklich nicht gerechnet. Er nickt sachte und begleitet den Guru zum Rednerpodest. Dort angekommen trennen sich die Wege der beiden Lehrer der Bruderschaft. Valens selbst nimmt Platz im Publikum, um der Geschichte auf seinen Knien zu folgen. Boa hingegen steht nun auf der kleinen gemauerten Erhebung auf dem Tempelvorplatz und lässt seinen Blick über die kleine Gruppe Novizen schweifen. Da er allerdings mit weiteren Zuhörern rechnet, die wahrscheinlich gerade den Dreck der Arbeit von sich waschen, wartet er noch einen Moment. Um die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen beginnt er mit den Novizen ein einfaches Gebetslied, mit dem die Masse gleichzeit ein wenig in Stimmung gebracht werden soll. "Was der Sumpf uns gibt, gab uns der Schläfer, darum ist er uns heilig.", beginnt er den Choral mit bassigem Brustton. Wie ein Echo wiederholen es die Novizen. "Was der Sumpf uns gibt, gab uns der Schläfer, d'rum hüten wir ihn freilich. Hast du dein Tagewerk getan, im Schweiße deines Angesicht'? Hast du deine Brüder geschützt, mit deinem Leben?""Dann sei auch du ein Teil des Sumpfes, auf dass der Schläfer eines Tages zu dir spricht. So sollen deine Brüder ihr Leben für das deine geben. Der Schläfer erhelle unseren Weg und führe unsere Tritte sicher auf dem Steg. Wenn ich mich eines Tages zu Boden leg, mag es der Sumpf sein, denn ich bin ein Teil von ihm und will es auch immer bleiben." Wieder und wieder wiederholen die Novizen die Wortes des Baal, bis schließlich immer mehr Novizen sich der Hörerschaft angeschlossen haben und der Baal sich bereit fühlt mit seiner Predigt zu beginnen. "Der Schläfer erleuchte euch, Brüder und Schwestern. Der Geist der Bruderschaft ist alt und stark, doch geschieht es rasch, dass man den Geist vergisst, da man ihn nicht immer sieht. Doch spüren wir ihn, jeden Tag, jede Stunde! Öffnen wir gemeinsam Augen und Ohren, auf dass wir den alten Geist wieder einmal wahrhaftig vernehmen."Aus dem Hintergrund treten zwei Novizen heran, die eine Kohlepfanne herantragen, die sie vor dem Baal abstellen, auf gerader Linie zwischen ihm und der großen Schläfermaske am Fuße des Tempelbergs. Rötliches Flimmern legt sich nun auf die Robe des Gurus, welches vom Herbstrot der untergehenden Sonne begleitet wird. Die zunehmende Dunkelheit und Kälte gibt der Situation einen mystischen Anstrich. Als würde er sich die Hände wärmen wollen, hält der Guru seine Hände über die Pfanne, doch prüft er nur die Hitze der Kohlen. Schließlich langt er in seine Robe und zieht einen Lederbeutel voll Kraut heraus, welches er in die Pfanne ergießt. Er fügt eine kleine Menge einer Flüssigkeit aus einer grünlich leuchtenden Flasche hinzu und schon steigt gleichmäßiger dichter Rauch auf. "Brüder und Schwestern, nun werden wir gemeinsam das Kraut zu uns nehmen.", spricht der Lehrer, während von links und rechts Anhänger an die Novizenschar herantreten, die schwarze Weise verteilen. Auch der Baal entzündet sich einen der Stengel und nimmt einen tiefen Zug. "Viele von euch werden wohl nie von den hohen Templern Cor Zim und Cor Kaldir gehört haben. Sie waren die Hüter des ersten Erleuchteten, Y'Berion. " Der Rauch über der Pfanne beginnt sich langsam zu winden und zu schlängeln, als versuche er eine Form zu finden, die der einfachen Rauchsäule entfliehen will. Boa kippt nocheinmal eine kleine Menge der grünschimmernden Flüssigkeit in die Kohlen und spricht dann weiter. "Sie waren große Krieger. Ich möchte behaupten, der Sumpf hat seither nie mehr solche Krieger gesehen. Sie waren jungen Göttern gleich!" Seine Stimme wird kräftiger, hallt über den gesamten Tempelvorplatz und soll wohl bis in die Hallen des Tempels dringen. "Doch weilen sie heute nicht mehr unter uns. Ich will euch erzählen wie die Brüder an sich selbst zu Grunde gingen. Es soll euch eine Mahnung sein."Als das Kraut der Schwarzen Weisen langsam zu wirken beginnt erstrahlt der Tempelvorplatz für den Baal in kräftigen Rottönen. Der Tempelberg erhebt sich unheimlich vor ihm und die Scharte über dem rechten Auge der Schläfermaske scheint von getrocknetem Blut gesäumt. Die leeren Höhlen des Steinabbilds, welche die Augen beherbergen sollten blicken mit starrem Blick in die Augen des Baals, der seinerseits gebannt zurücksieht. Wie in Gedanken versunken beginnt er seine Geschichte. "Es war ein klarer Sommerabend. Die blaue Kuppel schien damals wie heute durch das kräftige Blätterdach der Urbäume und schien ebenso blau wie der volle Mond. Alles war in ein leichtes Blau getaucht.

  5. #5
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    Die Geschichte von Zim und Kaldir II

    Nach vielen Wochen, gar Monaten der Meditation verließ Cor Zim zum ersten Mal seine Hütte, am Rande der Templerschule, auf den oberen Stegen und sein Weg führte an ein Lagerfeuer." Er atmet tief, wobei der Rauch der Kohlepfanne, nun in hektischen Szenen das Beschriebene zu zeigen scheint. "Dort saßen nun Novizen, Brüder und Schwester, einfache Novizen wie ihr und der neben euch." Er lässt seine Hand über die Menge schweifen, wobei er Valens funkelden Blick streift. Dieses Funkeln rührt aus einer seltsamen Mischung aus Neid und Anerkennung her, konnte der Baal doch Dinge aussprechen, die ihn vielleicht zur nächsten Strafe bringen würden. "Sie unterhielten sich, über ihre traurigen und einsamen Leben in den anderen Lagern, bevor sie den Weg in den Sumpf fanden. Den Weg zum Schläfer. Doch Zim verstand sie falsch. Er, der meinte der Schläfer würde zu ihm sprechen, sah Verrat und Frevel! In den vielen Tagen der Einsamkeit hatte sich sein Geist gespalten, seine Bosheit sich dauerhaft Gehör verschafft und sich als Schläfer ausgegeben. Darum hütet euch vor der Einsamkeit! Die Bruderschaft ist nur zusammen stark. Schulter an Schulter, mit Brüdern und Schwestern, werden wir die Freiheit erreichen, nicht als Einzelne." Die Rauchsäule hatte sich inzwischen wieder beruhigt und flakerte wie das besagte Lagerfeuer. "Doch der Cor, einst ein strahlendes Vorbild, hatte sich nun in sich selbst verloren. Er begann wild auf die Novizen einzureden, beschimpfte sie und schrie ihnen seine Verwirrtheit ins Gesicht. Die Novizen waren verängstigt, denn die Macht des Hüters war weithin bekannt, war doch seine Klinge immer im Namen des Schläfers aus seine Feinde niedergerasselt. Hatte der Erleuchtete selbst sie doch gesegnet." Kurz zieht der Baal an seinem Kraut, dann wirft er den Rest in die Flammen, welche wie mir einem lauten Schrei darauf reagieren und die Krautblätter verschlingen. "So wurde Cor Kaldir auf die Situation aufmerksam und kam, um zu sehen was geschehen war, dass sein Bruder in solche Rage verfallen war. Er erfasste den Ernst der Lage und stellte sich zwischen seine Brüder. Schickte die Novizen fort und sprach zu Zim: Halte ein, Zim, dies sind deine Brüder." "Mit einem mal schmerzte dem Cor der Kopf. Seine Vernunft und seine Bosheit traten in einen offenen Kampf und er litt. Die Bosheit gewann die Oberhand, sprach der Bruder, sein Bruder, Cor Kaldir wäre ein Ungläubiger. Der Mann mit dem er Schlachten geschlagen hatte, der ihm in Stunden größter Not zur Seite stand, war nun sein Feind. Der Wahnsinn gesellte sich zur Bosheit. Die Vernunft war zu Boden gerungen und es wurde weiter auf sie eingetreten. Der Cor wusste nicht mehr ein noch aus. Doch da verließ ihn die Vernunft entgültig. Er stieg die Leiter hinauf zu seiner Hütte. Kaldir nahm an er würde fliehen, doch wollte er den Cor so nicht gehen lassen. Er eilte ihm nach, die Sprossen hinauf zur Templerschule." Der Baal deutet auf die Hütten hinter sich, um den Novizen vorzuführen wie nah der Ort des Geschehens war. "Zim verschwand in seiner Hütte, nahm sein Schwert an sich und lauerte Kaldir auf. Als sein alter Freund und Waffenbruder einen Fuß über die Türschwelle setze, ließ er sein Schwert auf ihn niederfahren." Einen Moment lang bleibt er stummt, dann spricht er aufgeregt weiter: "Doch war Kaldir ein ebenso geschickter wie gescheiter Kämpfer und weichte aus. Angeblich konnte der Cor die Kälte des Stahls schon spüren. Die Augenränder seines Freundes leuchteten Rot und da wurde dem Krieger gewahr, dass ein Dämon in den Mann gefahren war! Er schrie es ihm ins Gesicht, doch der Dämon, nun ertappt, lachte nur und brüllte zurück: Der Schläfer will dein Blut, mein FREUND und ich werde es ihm bringen." Der Baal muss tief atmen, war er doch selbst noch Novize, als sich dies zutrug. Ja, gar einer der Novizen am Lagerfeuer. "Ein Kampf entbrannte. Das Klirren des Stahls drang durch das Lager und jeder der es vernahm schwört noch heute, ihm wäre ein eisiger Schauer über den Rücken gelaufen."Baal Valens ist sich sicher, dass der Cor dies so nie gesagt haben kann, hatte er die Geschichte doch nachgelesen. Auf der anderen Seite, wer sollte dies bezeugen? Kannte er das Ende der Geschichte doch. So lauscht er einfach weiter den Worten des Baal auf dem Steinpodest. "Nach unzähligen Schlägen ohne wirkliche Treffer gelang es Kaldir die Schulter des Cors zu verletzen." Er deutet sich selbst auf die linke Schulter und sagt: "Doch brachte der Dämon den armen Menschenleib dazu sich weiter zu schänden. Er zwang den Cor weiter zu kämpfen, obwohl er tief in sich nicht wollte. Der wahre Cor war gefangen in einem dunklen Käfig, hoffte auf die Macht des Schläfers, ja wollte gar dass Kaldir den Kampf gewinnt." Der Baal schluckt und spricht weiter. "Und die Gebete wurden erhört. Erneut überkamen den Cor Kopfschmerzen und es war Kaldir ein leichtes seine Klinge in den Bauch des Besessenen zu schieben. Allerdings hatte er nicht mit der Heimtücke des Dämons gerechnet ...""... denn dieser setze ebenfalls zu einem letzten verzweifelten Schlag an und durchtrennte den Brustpanzer des Kriegers und riss tiefe Wunden. Zim lag schon längst am Boden, als Kaldir auf die Stege heraus taumelte, zu schwach zum schreien, auf der Suche nach Hilfe. Ein falscher Tritt und schon fand er sich im Fluge gen Boden wieder, bis er schließlich aufschlug. Beinahe jeder Knochen war unter der Last der Rüstung zerborsten. Doch ein junger Anhänger hörte den Aufschlag und eilte zu Kaldir. Er übergab ihm ein Amulett, welches dieser wiederum an Gor Na Jeraí, damals noch ein junger Templer, überreichen sollte." Ja, der Guru war nicht der einzige der schon seit Ewigkeiten hier lebte. "Kurz darauf verließen ihn die Lebensgeister. Er hatte den Dämon besiegt, doch auch den gläubigen Diener des Schläfers getötet." In den Augen des Baals hatte der Schläfer ihn dafür nicht mehr vor dem Unheil bewahrt.Der Baal senkt nun seine Stimme und sagt: "In den Tagen nach diesem Ereignis herrschte große Unsicherheit in den Reihen der Bruderschaft, hatte Zim doch behauptet der Schläfer hätte es ihm befohlen. Ihr selbst seid nun gefragt darüber nachzudenken ob er die Wahrheit sprach." Natürlich hatte der Baal bereits erwähnt, dass der Cor von einem Dämon besessen war und zweifelsohne gab es die Bruderschaft auch heute noch, doch hatten die Novizen so sicher das Gefühl, sie selbst hätten die Macht des Schläfers und Zims Lüge erkannt. "Der Schläfer erleuchte allzeit unsere Pfade." Sind seine abschließenden Worte, dann steigt er vom Podest und zieht sich wieder in den Tempel zurück. Novizen tragen eilig die Kohlenpfanne weg und Valens erhebt sich schwerfällig. Er tritt an Neferata und Beren heran und sagt: "Erwachet. Wirklich beeindruckend."

  6. #6
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    Das Gebet eines Novizen des Wassers

    Und sind unsere Augen am Abend müde vom Licht,
    so bringe uns die Dunkelheit, auf dass wir Ruhen.
    Und sind unsere Knochen am Abend müde vom Tag,
    so bringe uns die Dunkelheit, auf dass wir Ruhen.

    Und liegen wir schlafend und wehrlos da,
    so schütze unsere Leiber vor den Gefahren der Nacht.
    Und liegen wir schlafend und träumend da,
    so schütze unsere Geister vor den Gefahren der Nacht.

    Und haben wir die Nacht wohl überstanden,
    so vertreibe sie und bringe uns das Licht und den Tag.
    Und haben wir die Nacht wohl überstanden,
    so wollen wir in deinem Namen handeln, dir zum Dank.

    Adanos schütze unseren Weg.

  7. #7
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    Wenn gewünscht habe ich glaube ichnoch die Predigten der Gurus Hyperion, also meiner Wenigkeit, und auch noch 1 oder 2 die danach folgten. Ich müsste nur mal suchen, wo?

  8. #8
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    Ja, wird gewünscht.
    Lixan

  9. #9
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    Ich habe die gesammte Geschichte Aldrics in der Barriere als Textdatei... (307 Word-Seiten Rollenspiel)
    Da sind unter Anderem auch Predigten dabei. Ich stelle hier einfach mal eine Predigt des (damals) Niederen Baals Psycroptic rein:


    >Niederer Baal Psycroptic wandelt weiter Schritte durch die hiesigen Hallen des Tempels. "Es ist spät... ich sollte eilen" geht es ihm angesichts der Predigt, die er gleich zu halten gedenkt, durch den Kopf. Er hatte sich etwas in den Schriften vertieft und musste erst von einem Tempeldiener auf die Tageszeit aufmerksam gemacht werden. Bald schon passiert er den Ausgang und findet sich am oberen Ende der breiten Treppe wieder. Die Stufen hinab, schreitet er über den steinernen Vorplatz hin zum Podest in dessen Mitte.
    Gleich nach der Arbeit auf den Feldern war Joanne hoch ins Labor gelaufen. Sie hatte noch einmal probiert, einen Heiltrag hinzubekommen, hatte den Schwefel dieses mal deutlich besser dosiert, und es hatte tatsächlich gepasst. Stolz auf sie selbst und bereit, das Ergebnis dem Meister zu präsentieren, hatte sie Alles wieder aufgeräumt und war dann mit dem Abfalleimer hinunter gegangen, um den Müll hinter Fortunos Hütte zu entsorgen. Auf ihrem Weg sieht sie den Meister und ihr fällt die Predigt, die er sicher halten will, wieder an. Joanne stellt den Abfallkorb neben sich und wartet auf den Beginn der Predigt, fast ganz vorne am Podest.
    >Anhängerin Anethra sieht auf, als sie vor dem Tempel etwas bemerkt. Anscheinend stellt sich dieser Niedere Baal... na? Psycroptic, das war sein Name! Zumindest sieht sie ihn, wie er sich auf dem Podest beim Tempelvorplatz bereit macht. Einerseits ist das ja gut, sich die Zeit zu vertreiben, andererseits kann sie dort auch sicher mehr lernen, und so tragen sie ihre nackten Füße bald über die Steine, mit denen der Tempelplatz gepflastert wurde, auf das Podest zu. Vor diesem bleibt sie schließlich interessiert stehen.
    >Hoher Novize Aldric kommt aus der Novizenhalle und schlendert zum Tempelvorplatz um den Lehren des Schläfers zu lauschen. Er erreicht den Tempelvorplatz und sieht Baal Psycroptic auf dem Podest stehen. Außerdem erkennt er Anethra und Joanne, welche am Podest auf den Beginn der Predigt warten. Er eilt zu dem Podest, grüßt Anethra und Joanne mit einem Nicken und kniet sicht vor dem Podest auf den Boden um den Worten des Gurus zu lauschen. Er spät zu des Baals Gesicht, ob sich darin vielleicht Erkennen wiederspiegelt, ob er ihn wahrgenommen hat.
    >Niederer Baal Psycroptic blickt durch die Riehen der Gesichter von Novizen und auch einigen Templern, die sich inzwischen eingefunden haben. "Erwachet meine Brüder und Schwestern!" streckt er schließlich die Arme aus, um die Anwesenden umfassend zu begrüßen. "Ich möchte euch in meiner heutigen Predigt in eine Zeit mitnehmen, die weit vor der unseren liegt. Einige mögen sich schon die Frage gestellt haben, wie es zu unserer und der Dinge Existenz gekommen ist. Lasst mich euch von den Anfängen dieser unserer Welt berichten, um euch eine Antwort auf diese Frage geben zu können." läutet der Baal seine Ansprache ein.
    >Templer Zaon verlässt, verbissen nicht hinkend die Templerschule. Ohne irgenteine Gesichtsregung zu zeigen grüßt er die Trainierenden Kameraden freundlich mit "Der Schläfer erwache!" ehe er die Leiter des Plateaus hinabsteigt und sich auf den Weg zum Tempelvorplatz begibt. Psys Predigt müsste jetzt eigentlich beginnen. begründet er gedanklich seine Route.
    >Niederer Baal Psycroptic schweigt für einen Moment und blickt kurz an sich hinab, bevor er wieder auf schaut und mit erhobener Stimme spricht: "Am Anfang stand der göttliche Geist des Schläfers!" beginnt er seine Predigt nun. "Leer und dunkel ward der Raum und so beschloss unser Gott, ihn mit Leben zu füllen. Lange sinnierte er, wie er dieses wohl gestalten würde. Bewegen müsste es sich können, und den nötigen Geist besitzen, die Herrlichkeit seiner Schöpfung zu erkennen. Werkzeuge sollte es herstellen können, auf dass es ihm zu Ehren Tempel bauen möge." berichtet er seiner Zuhörerschaft von den alten Erzählungen und untermalt seine Worte mit Gestiken. ". Und so wie dieses Wesen in seinem Geist Form annahm..." spricht er mit hochgezogenen Augenbrauen und bestimmten Blickkontakten ", so begann es auch seine tatsächliche Existenz als Fleisch gewordener Gedanke. Und so ward der Mensch erschaffen!"
    >Hüter Jeraí steht etwas abseits des Platzes, an dem Psy gerade mit seiner Predigt begonnen hat. Wachsam schweift sein blick umher, den Rücken locker an einen Baumstamm gelehnt. Die Arme hat der junge Hüter vor der Brust verschränkt. Aufmerksam hat er bei der Ankunft des Baals eben jenen gemustert und mit einem Lächeln fest gestellt, dass sich dieser wohl augenscheinlich wieder von den Gebrechen erholt hatte, mit denen er ihm vor kurzem noch ins Lazarett eingeliefert hatte. So steht Jeraí also da, wachend und lauschend…
    >Niederer Baal Psycroptic sieht beduetungsvoll durch die Gesichter. "Und der Schläfer ersann sich ein zweites Geschlecht, damit der Mensch nicht alleine durchs Leben gehen müsse, und dass er sich vermehre und die Herrlichkeit seiner Schöpfung in die Welt hinaus tragen könne." fährt er in seiner Erzählung fort, ohne jedoch zu sagen, welches der Geschlechter das erstere war. "Doch zu groß war der Raum, als dass der Mensch darin leben könnte und so beschloss er die Erde zu schaffen, auf dass sich das Leben auf dieser frei entfalten könne." erzählt er weiter. "Zu beginn schuf er das Meer, doch erkannte er schnell, dass der Mensch nicht auf diesem würde wandeln können und so erhob sich auf sein göttliches Wort hin das Land." untermalt er dies, indem er die Arme hebt. " Trostlos wie es dalag, mochte es dem Schöpfer nicht gefallen. Er formte Berge und Täler, durchzog es mit Flüssen und Schluchten und erschuf Seen und Wüsten, um dem Menschen die Wahl zu geben, wo er sich niederlassen wolle."
    >Templer Zaon hat den Tempelvorplatz schon erreicht, und steht nun , etwas von den Novizen entfernt da um Psy zuzuhören. Hmmm... Nicht ganz Pünktlich... denkt er sich etwas betrübt, blickt jedoch immernoch freundlich zu Psy.
    >Novizin Joanne schaut auf zum Meister, immer noch steht sie ziemlich allein ganz vorne. Irgendwie spürt sie die Blicke der Anderen auf sich. Was sie wohl von ihr denken mochten, dass sie in erster Reihe stand? Sie kannte sich selbst, und weiss, dass sie selbst die wildesten Spekulationen anstellen würde. Verstohlen schaut sie sich um, sieht aber Niemanden, der nicht zum Baal blickt, und widmet ihm wieder ihre ganze Aufmerksamkeit.
    >"Und dem Schläfer gefiel, was entstanden war." der Niedere Baal legt eine kurze Pause ein, bevor er fort fährt. "„Nahrung braucht der Mensch, denn er ist kein Gott!“ Sprach der Schläfer in seiner Weisheit." betont er dieses zunächst mit erhobenem Zeigefinger, dann mit einer Faust. "Und so ersann er sich die Pflanzen- und Tierwelt. Er steckte Gemüse, Kräuter und Wurzeln, ließ Gräser sprießen, setzte Büsche und Sträucher und pflanzte Bäume und er ließ sie Früchte tragen, auf dass der Mensch, sich an ihnen laben könne." untermalt er auch diese Worte mit Gestiken, indem er die Hände hin und her wirft und nach oben zieht, wie wachsende Pflanzen. "Schließlich streute er Samen, damit die Menschen Ackerbau betreiben können und er erschuf das Sumpfkraut, die seine göttliche Pflanze, auf dass der Mensch über sie Kontakt zu ihm aufnehmen möge."
    >Anhängerin Anethra nimmt fasziniert jedes Wort von Psycroptic auf, und durch ihre rege Fantasie sieht sie wirklich fast Alles, was er da so beschreibt, vor ihrem inneren Auge. Dass Joanne vorne steht, ist ihr eigentlich relativ gleichgültig, so viel weiter hinten steht sie selbst ja auch nicht.



    Da der Text zu lang war, poste ich ihn in zwei Teilen.
    Last edited by Aldric; 24.06.2014 at 23:43.
    Ehemals Schattenrat Rodic
    Ehemals Hoher Novize Aldric

  10. #10
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    Teil 2:

    >Niederer Baal Psycroptic fährt ungemindert fort. "Sodann formte er Insekten, Fische und Vögel, Schlangen und Warane, Wölfe und Schweine. Vom Schöpfungsdrang gepackt, erdachte sich der göttliche Geist immer weitere Formen und so schuf er da Hirsche und Rehe, Wale und Seeungeheuer, Snapper, Bluthunde, Beisser, und Alligatoren und alles, was sich auf dieser unseren Welt bewegt, auf das der Mensch die Tiere Jagen und sich zu Nutze machen solle." erklärt er seiner Zuhörerschaft. "„Wachsen soll der Mensch, an den Aufgaben, die ich ihm mit dieser Welt gebe. Denn Müßigang und Leichtsinn sind der Untergang alles Geistigen.“" zitiert er wieder mit leicht veränderter Stimmlage. "sprach der Schläfer in seiner Weisheit und so schuf er den Ork, dass der Mensch sich an diesem verdienen könne."
    >Novizenführer Otral schreitet langsam mit verschränkten Armen zum Tempelvorplatz. Seine Hände hat er dabei tief in seiner Robe vergraben. Einige Novizen lauschen gerade der Predigt des Baals Psycroptic und sogar einige Templer scheinen zu zuhören. Langsam lässt Otral seinen Blick durch die Reihen schweifen, kurz bleibt sein Blick an den bekannten Personen hängen. Doch dann konzentriert auch er sich auf die Predigt, auch wenn er selbst etwas abseits steht.
    >Templer Zaon selbst hört dem Guru fasziniert zu. Ebenso bemerkt er freudig wie viele der Novizen gebannt der dramatischen Predigt Psys lauschen. Jeder Satz wird mit Handbewegungen untermalt, sowie die Zitate mit veränderter Stimme gesprochen... was wohl viele der Novizen beeindruckt. Auch ihn, und so bemerkt er nicht wie Otral sich ebenfalls in die Nähe des Podiums stellt.
    >Niederer Baal Psycroptic blickt durch die Gesichter, die einzig nur auf seine Worte zu warten schienen. "Schließlich schuf er die Sonne, um alles was er da erschaffen Licht zu spenden, und die Sterne und den Mond, um es stets an die Herrlichkeit seiner Schöpfung zu erinnern... Und dem Schläfer gefiel, was entstanden war." wieder legt er eine kurze Pause ein. "Er sah sein Werk als vollkommen und so sprach er: „Erwachet, auf dass diese Welt lebt!“ und er hauchte seinen göttlichen Atem über die Erde, ihr Leben einzuflößen." spricht er mit ehrfurchtsvoller Stimme. "So begannen sich die Tiere zu regen, die Fische zu Schwimmen, die Vögel zu fliegen. Sonne und Mond setzten sich in Bewegung und schenkten der Welt Morgengrauen, Tag, Abenddämmerung und Nacht." zeigt er dabei erst gen Wald, dann Richtung Meer und schließlich zum Himmel.
    >Novizenführer Otral hatte Zaon sehr wohl in der Menschenmenge entdeckt, doch er würde nicht so töricht sein und seinen alten Freund jetzt begrüßen. Kurz fällt sein Blick auf Anethras Füße. Sie hatte offensichtlich keine Stiefel oder zumindest Sandalen ausgehändigt bekommen: "Nach der Predigt muss ich nochmal mit ihr sprechen.." , überlegt er, doch auch mit dem Niederen Baal wollte er noch sprechen.
    >Niederer Baal Psycroptic kommt schließlich zum Ende seiner heutigen Predigt. "Und auch der Mensch öffnete seine Augen und er erkannte die Herrlichkeit und begann damit, die Welt zu bevölkern. Und... er war dankbar." endet er letztlich und sieht durch die Reihen seiner Zuhörer. "Und dies, liebe Brüder und Schwestern" erhebt er nach kurzer Pause wieder die Stimme und sucht Blickkontakt "sollten wir nicht vergessen - Dankbarkeit für die Herrlichkeit dieser Schöpfung zu zeigen. Dankbarkeit, für unsere Existenz zu zeigen." mahnt er sie an und atmet einmal tief ein. "So gehet denn hin meine Geschwister; nehmt diese Worte und haltet sie guten in euren Köpfen., denn sie sind heilig!" hebt er zum Schluss noch einmal hervor und schweigt. Die ersten Novizen erheben sich wieder und machen sich zurück auf den Weg ins Lagerinnere. Leichtes Getuschel stellt sich ein. Der Guru jedoch verweilt noch einen Augenblick auf dem Podest.
    >Anhängerin Anethra nickt begeistert und neigt danach den Kopf in Richtung des Baals. Sie weiß nicht genau, wie man sich nun nach einer Predigt verhält, daher wartet sie erst einmal ab. Ansprechen sollte sie ihn ja nicht, aber soll sie klatschen, ein bestimmtes Wort sagen, oder...? Sie weiß es einfach nicht.
    >"Erwachet!" ruft Joanne laut auf, und lächelt versonnen. Wie immer würde sie warten, bis Meister Psy sich abwendete. Ansprechen darf sie ihn nicht, aber sie hofft ein wenig, dass er noch einmal die Zeit findet, mit ihr ins Labor zu gehen, um sich ihr "Missgeschick" anzusehen.
    >"Der Schläfer erwache!" , ruft Otral halblaut zum Podest hinauf. Dann geht er zielstrebig auf Anethra zu: "Erwache Schwester! Mir ist eben auf gefallen, dass du gar keine Schuhe trägst?!" , fragt er verwundert nach.
    >Anhängerin Anethra sieht auf, als sie angesprochen wird, und lächelt, als sie Otral erkennt. "Erwache, Bruder... ja, ich habe keine Schuhe. Aber das war früher schlimmer als jetzt, der Sumpfboden ist relativ weich und hat nicht so viele Spelzen wie der Boden in den Wäldern oder im Orkgebiet..." Hier läuft sie sogar richtig gerne barfuß, da es hier ja recht warm ist.
    >Niederer Baal Psycroptic nickt den rufenden zu und erwidert ihren Gruß dann schließlich. "Der Schläfer möge erwachen!" verabschiedet er sich von den noch verbliebenen und steigt dann von dem Podest hinab. Er läuft nur ein paar Schritte in Richtung des Tempels, bevor er schließlich etwas Abseits des Podestes stehen bleibt und aus seiner Tasche einen Krautstängel fischt. Er entzündet den Traumruf und lässt seinen Blick über den Vorplatz wandern.
    >Hoher Novize Aldric erhebt sich nun auch und grüßt Otral, wie auch Anethra und Joanne mit einem "Der Schläfer erwache!" Er bleibt in der nähe des Podestes stehen und blickt immer wieder zu Baal Psycroptic. Ob dieser ihn wohl erkannt hat? Ob er ihn ansprechen wird? Nervös fährt er sich mit der Rechten über die Glatze und rückt seinen neuen Kragen zurecht, der sich irgendwie noch ungewohnt anfühlt.



    Falls an so etwas Interesse besteht, kann ich vermutlich auch noch mehr raussuchen. : )
    Last edited by Aldric; 24.06.2014 at 20:39.
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